Ich habe Angst.

Ich habe Angst.

Der Beginn einer wunderschönen Reise startet, sobald …

 

Ich habe Angst, verurteilt zu werden.

Der überdimensionale Finger zeigt auf dich. Aus dem Mund voller Missgunst kommen folgende Worte: „DU BIST SCHULDIG!”. In deiner Vorstellung sitzt du auf einem mickrigen Stuhl im Gerichtssaal. Die schadenfrohe Richterin auf hohem Ross verurteilt dich und die ganze Welt schaut kopfnickend zu.

Ein Beispiel meinerseits: Mein Traum ist, Fashionbloggerin zu sein. Mode ist meine Passion und ich liebe die Botschaften hinter Marken. Ich liebe es auch, kreativ zu sein und Brand Statements mit wahren Geschichten zu verknüpfen. Jedoch beherrscht mich ab und an ein beklemmendes Gefühl. Sätze wie “Fashionbloggerinnen sind oberflächlich“, “Fashionbloggerinnen können nichts“, oder “Fashionbloggerinnen sind lächerlich“, schwirren in meinem Kopf herum. Ich habe Angst. Die gesellschaftliche Verurteilung fühlt sich real an. Aber ist sie es auch?

Das Gute ist, dass es immer einen Ausweg gibt. Ein vermeintliches Urteil gewinnt nur Macht über mich, wenn ich es akzeptiere.

 

Ich habe Angst, do it, 1

 

Ich habe Angst, ausgelacht zu werden.

Folgendes Zitat habe ich in einem Online-Forum gefunden: „Ich habe Angst mich zu melden. Jedes Mal gehe ich mit Herzklopfen und Schweißperlen auf der Stirn in den Unterricht, weil ich damit rechnen muss, drangenommen zu werden. Sobald ich vor dem Kurs reden muss, wird meine Stimme zittrig und ich fange an zu stottern.”.

Was spürt diese Person? Pure Unsicherheit! Vielleicht haben sich Klassenclowns in der Vergangenheit über die Schülerin und ihre vermeintlichen Fehler lustig gemacht. Jedenfalls kenne ich die Angst vor Fehlern und Ausgelacht-werden (Gelotophobie) bestens aus meiner Schulzeit. Weder du noch ich wollen zum Gespött der Leute werden.

Das Traurige daran ist, dass wir keine Risiken mehr eingehen, sobald die lähmende Furcht siegt. Ich habe am eigenen Leibe gespürt, dass Angst und Fehler Chancen für Wachstum sind. Nur diejenige, die ihrer Furcht den Krieg erklärt und sich erlaubt etwas falsch zu machen, wird das Leben ihrer Träume leben. Daran glaube ich felsenfest.

 

Ich habe Angst, nicht gut genug zu sein.

Was habe ich vergessen? Was kann ich noch besser machen?

Ist unser System auf Lob oder Fehlervermeidung ausgerichtet? Suchen wir erst das Gute im Menschen oder streichen wir mit dem Rotstift all die Fehler an? Zweiteres kennen wir bestens aus der Schulzeit, oder?!

Wenn ich Fehler mache, dann bin ich nicht gut genug. Dementsprechend vermeide ich sie so gut es geht. Das Resultat der Phobie? Perfektionismus! Wir haben Ideale vor den Augen, die wir never ever erreichen können. Immer wieder suchen und finden wir neue Informationen. Wir graben und graben nach der vollendeten Antwort. 

 

Ich habe Angst, 2

 

Ich habe einfach Angst.

Die Angst stoppt uns das zu tun, was wir lieben. Warum? Wir fürchten uns davor, dass andere uns verurteilen, auslachen oder für nicht gut genug halten. Stopp! Merkst du was?! Wir reden uns ein, dass andere uns ablehnen. Unser Geist kämpft mehr mit der Angst als mit allem anderem.  

Der Psychotherapeut Dr. Rolf Merkle sagt: „Angst vor Ablehnung kann so groß sein, dass manche Menschen alles tun, um sie zu vermeiden. Sie fühlen sich stets verpflichtet, das zu tun, was die anderen von ihnen erwarten, und stecken selbst zurück.”. Paradoxerweise ist die Panik nur fiktiv. Wir wissen gar nicht wie die Gesellschaft reagiert. Blockiert das nicht unsere Selbstentfaltung? Nur wenn wir uns selbst ablehnen, haben wir Angst vor Ablehnung. Die beste Medizin ist positive Selbstachtung.

 

Der Beginn einer wunderschönen Reise startet, sobald ich trotz Angst handle.

Kennst du das: Wir verhalten uns so wie es die Gesellschaft von uns erwartet. Wir stellen uns eher dir Frage: „Was denken die anderen von mir, statt unsere Träume zu jagen und Ich zu sein. Und warum? Weil wir Angst vor Zurückweisung / Ausgrenzung haben. Schluss damit!

Mach es einfach und mach es einfach. Zeig dich, zeig wer du bist und zeig was du kannst. Der einzige Weg geht mitten durch die Angst. Angst ist kein Hemmfaktor, sondern der Ausgangspunkt für Selbstentfaltung und Wachstum. Lasst uns Angst als nützlichen Begleiter und Antreiber sehen.

Ich denke mir Tag für Tag: Aufstehen, rausgehen, zu meinen Ideen stehen. Die Ideen, die in meinem Kopf schwirren, einfach umsetzen. Weniger nachdenken und mehr machen. Mutig sein, den Schritt wagen, um dann festzustellen, dass es gar nicht so schlimm ist. Und natürlich weiß ich, dass nicht alles glatt läuft, aber geht deswegen die Welt unter? No, my dear. Mache jeden Tag etwas, wovor du Angst hast. Genau das ist Leben. Und dieses Leben sollten wir uns nicht von anderen nehmen lassen.

 

Was wäre ein Leben ohne Angst?

 

Todlangweilig, oder? Ich würde nie den Versuch starten, etwas zu wagen. Ich würde nie Aufregung und Adrenalin verspüren. Was sind denn die glücklichsten Momente deines Lebens? Kannst du dich noch an Schulvorträge oder deine Abiturprüfung erinnern? Oder daran, einem Menschen “Ich liebe dich” gesagt zu haben? Ja, wir waren unsicher, aber im Nachhinein um einiges größer und glücklicher.

Remember one thing: Habe keine Angst vor Fehlern. Habe Angst, es niemals versucht zu haben.

 

Ich habe Angst, 3

 

Was will ich, nur ich? 

Gesellschaftliche Richtlinien – oder Masken, wie ich es so gerne nenne – haben mich vor allem in letzter Zeit wahnsinnig viel beschäftigt. Zu lange habe ich gewartet. Die Zeit wurde mit nichtigen Dingen vergeudet, die ich nur der Gesellschaft wegen getan habe. Ich hatte Angst meine Träume preiszugeben. 

Ist das mein Leben oder das Leben der anderen? MASK OFF! Es ist mein Leben. Und genau deshalb bin ich hier. 

Apropos Angst überwinden und Maske abziehen. Passend dazu findest du mein erstes YouTube Video “Israel Urlaub: Der Beginn einer wunderschönen Reise”. Leute sagten mir: „Israel sei unsicher und gefährlich!”. Mal Hand aufs Herz. Ich wäre niemals nach Israel gereist, wenn ich das getan hätte, was andere von mir erwarteten.

Viel Spaß!

 



 

Mutig ist, wer trotz Angst handelt. 🙂 

 

 

Erkennst du dich in der ein oder anderen Angst wieder? Wovor fürchtest du dich am meisten? Vielleicht solltest du genau das tun?!

 

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4 Kommentare

  1. Juli 1, 2018 / 1:02 pm

    Ein wunderschöner Beitrag in dem sich sicher sehr viele wiederfinden können. Ich habe auch schonmal über ein sehr ähnliches Thema geschrieben. Ich glaube leider, dass die Gesellschaft auch heute noch immer ein sehr starres Bild vorgibt, wie wir zu sein haben & wer aus dem Raster fällt wird schnell verurteilt. Man muss erst lernen über diesen Meinungen zu stehen und trotzdem sein eigenes Ding durchzuziehen. xxx

  2. Juli 6, 2018 / 5:39 pm

    Wirklich ein super schöner, inspirierender Beitrag liebe Franzi <3
    Du hast absolut Recht: Angst ist ein riesiger Hemmfaktor und einfach nur hinderlich. Wir wachsen an den Dingen, die uns am meisten Angst machen, die wir aber trotzdem tun.

    Ganz liebe Grüße,
    Krissi von the marquise diamond
    https://www.themarquisediamond.de/

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