Der Grund, warum Klatsch und Tratsch eine Straftat ist

Der Grund, warum Klatsch und Tratsch eine Straftat ist

Die Lieblingsbeschäftigung einer Frau? Ja im Volksmund heißt es so schön – wohl eher widerlich –  “Lästern“. Ich bin zwar keine Freundin von Schubladendenken, da es sich hierbei einzig und allein um Vorurteile handelt. Doch sogenannte Stereotypen eignen sich perfekt, um ein Bild im Kopf des Gegenüber zu kreieren.

Das ist der Grund, warum Klatsch und Tratsch eine Straftat ist!

Also stell dir vor: Die drei vollbusigen Blondinen Barbara, Bianca und Beate treffen sich zum wöchentlichen Kaffeeklatsch.

Barbara beginnt die Plauderrunde in üblicher Manier: „Habt ihr schon gehört, dass Lorena nicht mehr im Kosmetikstudio “Außen schön, innen hässlich” arbeitet?”

Bianca: „Ja, wisst ihr auch warum? Ich habe ja eine Vermutung!”

Beate entgegnet: „Ja, ich auch. Lorena war ja schon in der Schule ein Pflegefall – einfach hilflos. Sicher hat die Alte zwei linke Hände.”

Alle lachen.

Barbara: „Jaja, die Lorena. Die Frau mit zwei linken Hände.”

Klatsch, Tratsch, Straftat, 1

Du kannst es dir ja denken. Dieser Klatsch und Tratsch zieht sich über Stunden und schlägt alle möglichen Richtungen ein. Am Ende haben sie alle einen gewaltigen Hass auf Lorena. Was die drei Lästerschwestern aber nicht wissen, ist, dass Lorena selbst gekündigt hat, da sie eine Marktlücke gesehen hat. Sie ist nun selbstständig.

Was haben Barbara, Bianca und Beate bewirkt? Nicht viel, werden manche sagen. Ich dagegen denke einiges. Sie haben all ihr Gift versprüht. Dieses Gift steckt mehr und mehr Frauen von der gleichen Sorte an. Das Klatschen kennt nun keine Grenzen mehr. Endergebnis? Ein Dutzend Frauen halten die verlogenen Vorurteile für wahr. Aus einer frei erfundenen Mücke wird ein riesengroßer Elefant. In der ganzen Stadt heißt es nun:„Lorena, der Pflegefall mit den zwei linken Händen.”. Die Konsequenz der Geschichte? Lorena hat Schwierigkeiten Kunden zu gewinnen, da fälschlicherweise niemand ihren ausgezeichneten Fertigkeiten vertraut.

Ein weiteres Beispiel ist die Netflix-Erfolgsserie “Tote Mädchen lügen nicht (Originaltitel: 13 reasons why)”.

Neben Mobbing, Gewalt und sexueller Belästigung wird unglaublich viel gelästert. Die Hauptdarstellerin Hannah Baker, welche sich das Leben nimmt, formuliert das so: Ich habe so viele Geschichten über mich gehört, dass ich gar nicht weiß, welche die beliebteste ist. Aber ich kenne die Unbeliebteste: die Wahrheit..

Ja, das ist nur eine fiktive Geschichte. Nichtsdestotrotz regt es zum Nachdenken an. Wenn man sich die Zeit nimmt und in sich geht, wird man feststellen: Klatschen ist der Ursprung allen Übels. Ja, sogar von Verbrechen und Kriegen.

 

 

Wenn das so ist, warum Klatschen dann Menschen?

Wir alle sind Gewohnheitstiere. Das Klatschen wird über Generationen weitergegeben. Niemand hat Schuld! Wir wissen es einfach nicht besser. Als kleines Kind hören wir beispielsweise, die Nachbarstochter kleidet sich wie eine Prostituierte, der Mathelehrer ist ein Arschloch und und und. Die Vorurteile werden weitergegeben und es entsteht ein endloser Klatsch und Tratsch. Es glauben immer mehr Menschen an diesen Unfug.

Und warum Klatschen wir jetzt wirklich? Don Miguel Ruiz, der Autor von «Die Vier Versprechen», formuliert es so: Durch Klatschen fühlen wir uns anderen Menschen nahe, da es uns ein besseres Gefühl gibt, wenn es jemand anderem genauso schlecht geht wie uns.”. Für mich sind diese Worte gold wert. Für dich auch? Ich habe während meiner Jugendzeit liebend gerne gelästert. Ich war unzufrieden mit mir und irgendwie auch mit meinem Leben. Irgendwie musste ich das Gift loswerden. Ich kannte es eben nicht anders. Das Lästern war eine Art Ventil. Die Luft wurde sprichwörtlich abgelassen. Ohne nachzudenken sagt man Dinge wie: Oh mein Gott, wie läuft die denn rum? oder Sieht das Mädchen hässlich aus!. Wenn genau das eine Mädchen, das Gesagte mitbekommt und persönlich nimmt, kann das zu Minderwertigkeitskomplexen führen. Ab jetzt sagt sie sich: Ich bin hässlich., und ihr Selbstvertrauen ist dahin.

Schluss damit! Lasst uns einfach unser Bestes geben. Gut über Menschen reden oder einfach ruhig sein, auch wenn wir eine Meinung zu einer x-beliebigen Person haben.

Die wohl einflussreichste Frau in der US-amerikanischen Politik des 20. Jahrhunderts Eleanor Roosevelt sagte folgendes:

 


Große Geister diskutieren Visionen.
Normale Geister diskutieren Geschehnisse.
Kleine Geister diskutieren Menschen.

Eleanor Roosevelt


 

Wollen wir nicht alle große Geister sein?

Klatsch, Tratsch, Straftat, 3

Wie wir Klatsch und Tratsch vermeiden

Theoretisch ist es ganz einfach. Wir hören einfach auf an Lästereien teilzunehmen und schotten uns vom Klatsch und Tratsch ab. Praktisch gesehen, müssen wir es Tag für Tag üben bis uns das Geübte in Fleisch und Blut übergeht. Wir werden immer wieder auf die Probe gestellt. Das Buch «Die Vier Versprechen» hat mir 4 scheinbar einfache Vereinbarungen mit an die Hand gegeben. Vielleicht helfen sie auch dir:

Klatsch, Tratsch, Straftat, 4

 


Was andere Menschen über dich denken, ist doch nicht dein Problem.

Paulo Coelho


 


Fazit

Wenn ich das nächste Mal meine knallroten Lederstiefel anziehe, verurteile mich nicht. Dabei habe ich null Komma null Gedanken an Prostitution. Vielleicht finde ich sie einfach nur schön. Lasst uns mehr mit uns selbst beschäftigen, statt über andere zu reden.

Ich wünsche mir wirklich von ganzem Herzen, dass ich dir mit dem Blogpost «Der Grund, warum Klatsch und Tratsch eine Straftat ist» helfen konnte.

 

10 schönsten Fotolocations in Paris - Signatur

 

PS: Hier geht es zur Buchempfehlung “Wie man Freunde gewinnt“.

 

Folge:

6 Kommentare

  1. April 30, 2018 / 9:31 am

    Ich finde das Outfit super schön und die Stiefel sind damit einfach perfekt kombiniert! Hut ab! Und ja, ich finde durch Klatsch und Tratsch kann man viel bewegen – zumindest wenn man es eben nach außen trägt und die Lästereien weit verbreitet. Wenn wenige (2 oder 3 ) Menschen nichts besseres zu tun haben, als zu lästern, dies aber eben unter diesen 2,3 Leuten bleibt, dann sage ich “sch*** drauf”.
    Liebe Grüße,
    Cindy ❤ http://www.fraeulein-cinderella.de

    • Mai 2, 2018 / 10:48 am

      Liebe Cindy,
      Klatsch und Tratsch ist Gift. Gift, das noch mehr Gift erzeugt. Finde es toll, dass du meine Meinung teilst. Danke!
      xx Franzi 🙂

  2. Mai 1, 2018 / 1:41 pm

    ein sehr inspirierender Beitrag meine Liebe! spätestens seit Tote Mädchen lügen nicht, sollte es ja eigtl. jedem bewusst sein, aber der Klatsch und Trasch scheint einfach nicht auszusterben – leider!

    ein toller Look übrigens 🙂

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

    • Mai 2, 2018 / 10:50 am

      Ja, du hast so recht. Finde Tote Mädchen lügen nicht so berührend, da uns vor Augen geführt wird, in was für einer Gesellschaft wir teilweise leben.Ja du hast recht, Klatsch und Tratsch schein nicht auszusterben. Wir haben es einfach von Geburt an gelernt und sehen es als normal. Dennoch, wenn jeder an sich selbst arbeitet und auf seine Worte achtet, können wir viel bewegen.
      xx Franzi 🙂

  3. Mai 8, 2018 / 4:26 pm

    Liebe Franzi, toll, dass du das Thema ansprichst. Ich konnte an mir selber beobachten, dass ich in Phasen in denen ich unzufriedener war mit mir selber, mehr gelästert habe. Ich finde, positive Energien sind für das eigene Wohlbefinden extrem wichtig, lästern verursacht nur negative, also weg damit.

    Ich wünsche dir einen tollen Tag und genieße die Sonne!

    Alles Liebe,
    deine Maj-Britt

    https://majstatement.com/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.